Ein starkes Signal für unsere Heimat – für unsere Kinder

Bereits 2005 haben sich Akteure der Umweltbildung zu dem Netzwerk Weilheim-Schongauer Natur-Erlebnistouren zusammengeschlossen. Zu den gemeinsamen Zielen gehört die Vermittlung von Gestaltungskompetenzen: „Kinder und Jugendliche lernen vorOrt, wie sie Verantwortung übernehmen und mitgestalten können“. Informationen zu den bestehenden Umweltbildungsangeboten im Pfaffenwinkel gibt es im Internet unter der Seite:
www.umweltbildung-pfaffenwinkel.de. Träger ist die Bund Naturschutz Kreisgruppe Weilheim-Schongau, die seit 2006 mit dem Qualitätszeichen Umweltbildung.Bayern ausgezeichnet wird.


Die Umweltbildung ist ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag, wie er in der UN-Dekade zur „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ formuliert ist. Um die derzeit erfreuliche Entwicklung der Umweltbildung im Pfaffenwinkel auf eine zukunftsweisende Bahn zu führen, werden nachfolgende Forderungen ausgesprochen.

Die Richtlinien für Umweltbildung an den bayerischen Schulen umsetzen!

(Richtlinien vom 22. Januar 2003)
Die Richtlinie sieht u.a. vor, dass es an jeder Schule einen Umweltbeauftragten gibt. In der Praxis scheitert dies jedoch an Geld und ideeller Anerkennung. Das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus sollte daher Umweltbeauftragte mindestens 2 Stunden im Monat freistellen. Die Bezirke sollten in Zusammenarbeit mit den Schulämtern an den Landkreisen die Vernetzung der einzelnen Umweltbeauftragten fördern, insbesondere, um die Umsetzung des geforderten UmweltAudits an Schulen gemeinsam voranzubringen. Damit an den Schulen entsprechende Maßnahmen wie Klimaschutz, Wasser- und Energiesparen, Beschaffung von umweltfreundlichen Arbeitsmitteln etc. umgesetzt werden können, sollten Anreizmittel (Anschubfinanzierung, Wettbewerbe o.ä.) zur Verfügung gestellt werden.

Ein Projekttag Umweltbildung an allen Schulen im Pfaffenwinkel!

Jede Klasse sollte im Schuljahr einen Umweltprojekttag durchführen. Jedes Kind in den Landkreisen Weilheim-Schongau, Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz-Wolfratshausen und Ostallgäu sollte während seiner Grundschulzeit mindestens zwei Veranstaltungen zur Umweltbildung besuchen können. Um dies zu ermöglichen, müsste eine Gemeinde mit 20.000 Einwohnern einen jährlichen Förderbeitrag von ca. 2.000 € im Haushalt veranschlagen. Damit könnten externe Umweltpädagogen beauftragt, oder der Besuch einer
Umweltstation erleichtert werden.

Die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung" 2005-2014

Die Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterDekade ist ein Zehnjahresprogramm, an dem sich weltweit alle Länder beteiligen. Umweltbildung ist nicht nur Spielerei, sondern ein wichtiges Werkzeug, das Kindern „Gestaltungskompetenzen“ beibringt. Der Zugang zur Natur schärft die Sinne und lässt Kinder und Jugendliche verstehen, wie komplex und vernetzt die Wirklichkeit ist. Die Umweltbildung geht in vielen Punkten über das hinaus, was Schulen leisten können: Sie vermittelt nicht nur Wissen mit Hand und Fuß, sie bezieht auch die konkrete Handlungsfähigkeit ein. Kinder lernen vorausschauendes Denken, Offenheit und Zusammenarbeit. Sie gestalten konkrete Projekte in ihrer Heimat von der Planung bis zur Umsetzung mit und werden so an die aktive Teilhabe an der Gesellschaft herangeführt. Durch die Verantwortung, die sie dabei übernehmen, setzen sie sich mit dem demokratischen Grundverständnis auseinander. Kommunen sollten aus eigenem Interesse die Dekade unterstützen, denn so sorgen sie dafür, dass die Jugend von heute in Zukunft nicht wahlmüde und passiv, sondern aktiv und handlungsfähig ist.

Die Umsetzung der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt und die UN-Dekade Biologische Vielfalt 2011-2020

Umsetzung der Maßnahmen des jeweiligen Arten – und Biotopschutzprogramms (ABSP)!
Die Bundesregierung hat am 7. November 2007 die unter Federführung des
Bundesumweltministeriums erarbeitete nationale Strategie zur biologischen Vielfalt beschlossen. Damit liegt in Deutschland erstmals eine umfassende und anspruchsvolle Strategie zur Umsetzung des Öffnet einen externen Link in einem neuen FensterUN-Übereinkommens über die biologische Vielfalt vor, die rund 330 Ziele und rund 430 Maßnahmen zu allen biodiversitätsrelevanten Themen enthält. Das Bayerische Staatsministerium für Landesentwicklung und Umweltfragen hat mit Fachleuten für jeden Landkreis in Bayern ein Programm entworfen, in dem alle für den Arten- und Biotopschutz erforderlichen Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege beschrieben sind. Für den Landkreis Weilheim-Schongau wurde dieses sogenannte „Arten- und Biotopschutzprogramm Bayern“ bereits im Jahre 1997 erstellt. Dort werden zahlreiche kurz- und mittelfristige Renaturierungsmaßnahmen sowie die Ausweisung von Schutzgebieten dringend empfohlen. Mit der Umweltbildung möchten wir hierfür sowohl bei den Kindern, als auch Eltern und Politikern die notwendige Akzeptanz schaffen.

Kindern und Jugendlichen Gestaltungsräume bieten!

Kinder brauchen Freiräume und ein Stück Wildnis vor der Haustür, etwa Baulücken, Brachflächen, Hecken oder Uferbereiche von Bächen, also Räume, die gestaltbar sind. Gemeinden sollten dies bei der Bauleitplanung berücksichtigen und über Schulpatenschaften die Gestaltung und Pflege Kindern und Jugendlichen überlassen.

Beteiligung an den Kampagnen von Umweltbildung.Bayern

Die Umweltpädagogen beteiligen sich mit eigenen Aktionen an den Kampagnen von Umweltbildung.Bayern:

  • 2008 WassErleben
  • 2010 WertvollErleben
  • 2012 Gescheit Essen - mit Genuss und Verantwortung

Regionalinitiativen unterstützen!

Wir fordern die Unterstützung des Umweltbildungsprogramms von Regionalinitiativen wie "Lebensraum Lechtal" und "Ammer-Allianz" durch Mitgliedschaft der Gemeinden, Projektträgerschaft oder Schirmherrschaft. Es geht nicht nur darum, neue Initiativen zu gründen, sondern die bestehenden zu stärken. Die Umweltbildungseinrichtungen im Pfaffenwinkel bieten den Gemeinden, Landkreisen und weiteren Förderern (wie Banken und Sparkassen) ihre Unterstützung an.

 

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